Stirnhöhlenentzündung

Weitere Form der Sinusitis:

Die Stirnhöhlenentzündung (Sinusitis frontalis) ist prinzipiell gleichzusetzen mit der Nasennebenhöhlenentzündung und zählt gleichermaßen zur Sinusitis. Sie zeigt daher die gleichen Symptome und auch die Behandlung wird wie bei einer Nasennebenhöhlenentzündung synonym durchgeführt. Genau wie bei der Nebenhöhlenentzündung ist durch Reizung und Entzündung der Nasenschleimhäute der Ausfluss der Sekrete gestört. Der Unterschied liegt darin, dass sich die Entzündung in der Hauptsache im oberen Kopfbereich, in der Stirnhöhle abspielt. Durch die Nase kommen in der Regel Keime und Viren, die sich dann in den Nebenhöhlen vermehren, es bildet sich Eiter, welcher nicht mehr ausgeschieden werden kann. Aber auch eine Kombination der Entzündungen in verschiedenen Nebenhöhlen oder gar allen Nebenhöhlen (Pansinusitis) ist durchaus möglich und darf nicht sofort ausgeschlossen werden. Die Ausdehnung der Stirnhöhle ist von Mensch zu Mensch sehr individuell und kann von sehr klein oder kaum vorhanden bis zu einem Volumen von etwa 8 cm³ einnehmen. Daher können auch die Symptome und der Verlauf recht unterschiedlich sein.
Ein weiterer wichtiger und erwähnenswerter Aspekt ist hier die direkte Nähe der Entzündung zum Gehirn und Gehhirnhaut. Wird die Stirnhöhlenentzündung nicht sofort und fachmännisch behandelt, kann sich in einigen Fällen relativ rasch ein Übergreifen auf Gehirn und Schädelknochen ausbreiten. Die Folgen sind dann möglicherweise Meningitis (Gehirnhautentzündung) und Enzephalitis (Gehirnentzündung oder Abszess), bei Übergreifen auf Rachen, Bronchien oder Kehlkopf, was häufiger bei Kindern auftreten kann, spricht der Mediziner von einem sinubronchialen Syndrom.
Auch die Augen könnten betroffen werden, was zu Sehstörungen führen kann.
Um das zu verhindern, ist eine schnelle Diagnose und Behandlung unabdingbar.

Die Symptome nochmals kurz zusammengefasst:

Abgeschlagenheit, Fieber, Kopfschmerz, Druck im Stirnbereich beim Vorbeugen, eitriger Ausfluss aus der Nase, evtl. blutig, verstopfte Nase, Verminderung des Geruchs und Geschmackssinnes,
Übelkeit, Schwindel, Husten, Niesen, veränderte Stimme, geschwollene Augen, Atemnot

In schlimmeren Fällen:

Fieber, Panikattacken, Sehstörungen, Delirium.

 

Therapie und Behandlung der Stirnhöhlenentzündung

Ist die Sinusitis durch die Stirnhöhle bedingt, kann die Behandlung mit einem Teebaumöl erfolgen. Das Einreiben der Nase ist eine hilfreiche Methode, sofern man nicht gegen die enthaltenen ätherischen Öle allergische Reaktion zeigt. Zur Unterstützung und zum Abfluss der Nasensekrete sollten salzhaltige Sprays verwendet werden und das Trinken von viel Flüssigkeit ist ebenfalls sehr ratsam. Ist die Entzündung bakteriell, so ist der Einsatz von Antibiotika erforderlich. Das sollte jedoch ein Mediziner ermessen. Paracetamol oder Ibuprofen kann bei Verträglichkeit zur Schmerzlinderung gereicht werden und Sinupret zur Abschwellung und Ablösung der vereiterten Sekrete. Die darin enthaltenden Substanzen sind pflanzlich und haben nur wenig bekannte Nebenwirkungen und sind daher gut verträglich.
Weiterhin sind Dampfbäder mit Kamille oder Pfefferminze wohltuend und schleimlösend. Bei Fieber kann auch beispielsweise ein Bad in lauwarmes Wasser mit der Zugabe von etwa zehn Tropfen Teebaumöl hilfreich sein und kann vor allem Gliederschmerzen lindern. Anschließend sollte dringende Bettruhe verordnet werden.