Wer über Kopfweh klagt und die Nase verstopft hat, der wird wohl unter einer Sinusitis leiden, einer Nasennebenhöhlenentzündung, welche sehr weit verbreitet ist. Etwa einmal im Jahr leidet fast jeder unter einer Sinusitis, welche sich oftmals nur über einen einfachen Schnupfen (Rhinitis) hinaus zu einer Nasennebenhöhlenentzündung entwickeln kann.
Unterschieden wird hier unter der akuten sowie der chronischen Nasennebenhöhlenentzündung.
Die akute Sinusitis bedeutet vereiterte Nebenhöhlen, manchmal auch Kieferhöhlen oder Stirnhöhlen und damit schlechtes Allgemeinbefinden für den Patienten und dauert etwa sieben Tage. Normalerweise klingt sie danach wieder rasch ab.
Ist sie eher einseitig ausgeprägt, kann man von einer bakteriellen Entzündung ausgehen, bei der beidseitigen Infektion ist die Ursache häufig der Befall durch Viren. Denn wenn der Nasenschleim nicht mehr ablaufen kann, weil die Nase verstopft ist, dann können sich in der veränderten Umgebung Bakterien und Erreger schneller verbreiten und weitere Probleme verursachen.
Die chronische Sinusitis wird eingehender auf der nächsten Seite erklärt.
In den Gesichtsknochen befinden sich Räumlichkeiten, die beidseitig hinter der Nase liegen. Das sind die Nasennebenhöhlen. Etwas darüber in der Mitte sind die Stirnhöhlen und zwischen den Augen und der Nase die Siebbeinhöhlen. All diese sind wie die Nase auch im Inneren durch Schleimhäute geschützt, welche jedoch durch Viren, Pilze oder Bakterien angegriffen werden können. Der Ausfluss der Sekrete, welche normalerweise zur Reinigung produziert werden, ist bei einer Nasennebenhöhlenentzündung gestört, und so können Keime oder Viren die Gesundheit angreifen. Die Verengungen der Nasennebenhöhlen oder der Stirnhöhlen sind dann die idealen Orte für die Niederlassung dieser Erreger. Das ist ziemlich unangenehm und verursacht die bekannten Symptome.
Achtung vor weiteren Gefahren
Wird eine Sinusitis nicht vollständig kuriert, egal ob akut oder chronisch, können sich Erreger weiter in die Augen oder gar ins Gehirn ausbreiten. Daher sollte auch ein einfacher Schnupfen nicht unbehandelt bleiben oder gar ignoriert werden. Obwohl eine Sinusitis in aller Regel harmlos verläuft, können mögliche Komplikationen nie ganz ausgeschlossen werden.
Eine Rhinitis oder Sinusitis sollte also immer stets frühzeitig behandelt werden und im Falle von Komplikationen ist der Aufenthalt in einem Krankenhaus unumgänglich.
Wer anfällig ist oder unter einem schwachen Immunsystem leidet, sollte generell Personen meiden, welche unter akuter oder chronischer Sinusitis leiden, da diese bekanntermaßen durch Tröpfcheninfektion übertragen wird.
Falls dies gar nicht möglich sein sollte, so kann man immer noch mithilfe einer Maske oder einem Taschentuch eine Übertragung verringern oder gar verhindern.
Auch das Reinigen der Hände mit Desinfizens für Haut und Hände oder speziell dafür hergestellten Alkoholgels können das Ansteckungsrisiko minimieren.
In nahezu allen Lebensmittelbereichen ist das Arbeiten von Personen, welche unter Rhinitis oder Sinusitis leiden, streng untersagt. So sollte ein Mediziner und letztlich der Patient stets eine Weiterverbreitung der Krankheit unterbinden.
