Besonderheiten der Kieferhöhlenentzündung (Sinusitis Maxillares)
Die Kieferhöhle gilt als die größte Nasennebenhöhle beim Menschen und liegt anatomisch zwischen den Augenhöhlen und dem Oberkiefer. Sie ist durch die Nasen-Kiefer-Verbindung (Apertura nasomaxillaris) mit den Nasennebenhöhlen verbunden und kann im Falle einer Rhinitis oder Sinusitis gleichermaßen von einer Entzündung betroffen sein. Auch durch die Nase können Erreger oder Keime in die Kieferhöhle gelangen, durch die eine Entzündung hervorgerufen werden kann. (Rhinogene Entzündung)
Entscheidender Unterschied zur einfachen Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) ist die Nähe zu den Wurzeln der Zähne im Oberkiefer und damit der Gefahr, dass bei einer vereiterten Zahnwurzel Viren und Keime durchbrechen und eindringen können. (Dentogene Entzündung)
Bei der Kieferhöhlenentzündung besteht also grundsätzlich auch immer ein Verdacht auf Probleme der Zähne oder Vereiterung von Zahnwurzeln. In vielen Fällen geht tatsächlich die Klage über Zahnschmerzen voraus, was diesen Verdacht nur verhärtet und bestätigt. Die Pflege der Zähne ist daher eine wichtige Voraussetzung und Vorsorge zur Vermeidung einer Kieferhöhlenentzündung.
So kann zu den bereits genannten Symptomen einer Sinusitis noch Symptome wie Zahnschmerzen, und durch die Verbindung zu den Augen auch Druck und Schmerzen zu den Augen hinzukommen. Starke Zahnschmerzen können immer auch starke Kopfschmerzen verursachen.
Die Entzündung von Zähnen, Zahnfleisch und Zahnwurzeln ist jedoch nicht immer physiologischer Herkunft. Auch Stress und häufiges Unwohlsein können den Zustand der Zähne beeinflussen und das Gleichgewicht der empfindlichen Zahnnerven durcheinanderbringen.
Auch das Ziehen eines Zahnes kann den Hohlraum des Kiefers möglicherweise eröffnen und Grundlage für eine Entzündung werden. Daher ist es wichtig, dass der Zahnarzt die Öffnung danach gründlich desinfiziert und gut verschließt. Aber auch Zysten, Wurzelreste und Parodontose können Ursachen sein und müssen behandelt oder entfernt werden. Falls nicht kann die Folge eine Infektion der Kieferhöhle mit den genannten Symptomen einer Sinusitis sein.
In schwierigen Fällen, zum Beispiel bei einer Kieferoperation, wird der Arzt immer zu einer Narkose raten, um die Schmerzen auf einem minimalen Level zu halten. Die Vergabe von Antibiotika und Schmerzmitteln zur anschließenden Weiterbehandlung liegt auf der Hand.
Zeit, um Gewohnheiten zu ändern
Wer normalerweise raucht, sollte bei einer Kieferhöhlenentzündung dringend das Rauchen einstellen. In vielen Fällen stellt sich eine Unterbrechung automatisch ein, da der ganze Körper sich instinktiv heftig dagegen wehrt und einem die Zigarette nicht bekommt. Das Rauchen kann nämlich nicht nur eine Kieferhöhlenentzündung verursachen, es kann sie auch noch verschlimmern. Doch da der Körper darauf reagiert, ist dies eine ideale Gelegenheit und Nebeneffekt, mit dem Rauchen ganz aufzuhören. Weniger Stress bedeutet zudem weniger Leid, und das tut auch dem Körper gut.
Wer jetzt auf seinen Körper hört, der ist auf dem richtigen Weg. Und auch in Zukunft kann man die Signale seines Körpers schneller und besser deuten und damit dafür Sorge tragen, Krankheiten und Entzündungen frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.
