Nicht jede Hämorrhoide gleicht der anderen. Viele Gruppen gibt es bei der Erkrankung, die nicht nur einen unangenehmen Juckreiz auslöst, sondern auch gleichzeitig sehr große Schmerzen verursachen, wenn man zur Toilette muss. Gleichzeitig verursachen sie je nach Härtegrad auch ein ständiges Gefühl des Drucks, sodass man glaubt, man müsse ständig zur Toilette.
Die Hämorrhoide wird in mehrere Arten unterschieden. In erster Linie wird nach inneren und äußeren Hämorrhoiden unterschieden. Die inneren Hämorrhoiden haben vier Grade, in die sie aufgeteilt werden. Beim ersten Grad sieht man nichts von ihnen. Gleichzeitig wölben sie sich nur leicht innerhalb des Darmrohres vor. Hierbei sind keinerlei Schmerzen zu spüren.
Bei der zweiten Phase kommt es vor, dass beim Pressen die Hämorrhoiden vortreten, sich aber nach dem Toilettengang wieder zurückziehen. Sie werden allerdings nicht mehr zurückgebildet und breiten sich nach einer Weile immer mehr aus.
Die Hämorrhoiden dritten Grades fallen spontan vor. Dazu ist nicht einmal mehr ein Toilettengang notwendig. Von selbst ziehen sie sich nicht mehr zurück, das Zurückschieben manuell ist aber noch möglich. Beim Stuhlgang kann es beim dritten Grad der Erkrankung auch zu Blutungen kommen. Häufig werden sie auch eingeklemmt.
Hämorrhoiden 4. Grades sind ein medizinischer Fall und werden Analprolaps genannt. Das sogenannte Tiefertreten hat eingesetzt und das Zurückschieben ist zwecklos.
Daneben werden Hämorrhoiden auch noch in mehrere Gruppen und Subgruppen aufgeteilt. Dabei wird nach akuten, chronischen sowie einfachen und komplizierten Verläufen unterschieden.
Im Grunde ist es vollkommen gleich, um welches Stadium es sich handelt. Sämtliche Hämorrhoiden sind schmerzhaft und jucken, dementsprechend sind sie auch sehr lästig. Zur Linderung können lediglich Salben verwendet werden oder Zäpfchen. Des Weiteren gibt es auch die Möglichkeit, kleine, ambulante Eingriffe zu erledigen, die das Operieren derselben ein wenig hinauszögern. Je besser man allerdings vorsorgt und vorbeugt, desto weniger kommt es überhaupt erst dazu. Selbst wenn Hämorrhoiden der Stufe 2 auftreten, ist es möglich, alles noch unter Kontrolle zu bekommen und je früher sie bemerkt werden, desto besser ist es. Fasernahrung, die mit genügend Ballaststoffen besetzt sind, sind hervorragend, um den Stuhl weicher zu machen und somit einen erleichterten Toilettengang zu ermöglichen. Daneben ist auch Sport ein sehr förderndes Mittel, welches nicht nur die Beckenmuskulatur stärkt, sondern auch die Verdauung und den Stoffwechsel fördert. Daneben gibt es zahlreiche Übungen, um das Leiden unter Hämorrhoiden zu lindern und in den Griff zu bekommen.
Wichtig ist vor allem, dass je früher die Hämorrhoiden erkannt und klassifiziert werden, man umso mehr dagegen tun kann, um sie nicht schlimmer werden zu lassen.
Innere Hämorrhoiden
Jeder Mensch besitzt Hämorrhoiden. Bei vielen ergeben sich im Lauf des Lebens auch niemals Probleme damit. Bei anderen wiederum gibt es erhebliche Probleme, die nicht nur gesundheitlich als Defizit zu bezeichnen sind, sondern auch andere Probleme hervorrufen können. Die Hämorrhoiden werden in vier Klassen aufgeteilt, was den Schweregrad betrifft. Innerhalb des ersten Schweregrades bewegen sich die sogenannten Inner Hämorrhoiden.
Die Inneren Hämorrhoiden sind innerlich zwar vorhanden, jedoch stören sie weder den Fluss beim Stuhlgang noch bereiten sie Schmerzen. Von außen sind sie überhaupt nicht zu sehen. Die Wölbung ist lediglich innerhalb des Darmrohres vorhanden, kann sich aber immer wieder zurückziehen und in diesem Stadium auch noch mit Salben und anderen Therapeutika behandelt werden. Im Grunde sind sie auch nur proktoskopisch erkennbar.
Hämorrhoiden sind für den menschlichen Körper notwendig. Denn sie garantieren einen sicheren Verschluss des Afters. Die Gefäßpolster bestehen im Grunde aus Arterien, die beim Stuhlgang gefordert werden und gleichzeitig für das Ablassen von Gleitmittel verantwortlich sind. Somit wird ein leichterer Vorgang bei der Stuhlentleerung ermöglicht. Schwellen diese Körper an und hat man dazu noch die falschen Voraussetzungen, können sich Hämorrhoiden bilden, die zu Schwierigkeiten führen und Stadium um Stadium erweitert werden. Aufgrund dessen ist die Vorbeugung gegen Hämorrhoiden im Grunde wichtiger, als die eigentliche Behandlung gegen sie.
Äußere Hämorrhoiden
Bei äußeren Hämorrhoiden gibt es einige Behinderungen, die sich immer wieder beim Toilettengang bemerkbar machen können.
Die zweite Phase befördert die Knoten während des Stuhlgangs nach außen, zieht sich aber nach dem Gang wieder von selbst zurück. Rückbildungsfähig sind diese nicht mehr. Die dritte Phase hingegen befördert gleich mehrere Knoten nach außen, die auch einfach spontan vorfallen können. Sie ziehen sich nach der Stuhlentleerung nicht mehr von selbst zurück, können aber noch zurückgeschoben werden. Eine Begleiterscheinung dieser Phase sind Blutungen beim Stuhlgang oder eine Einklemmung. Entsprechender Juckreiz und leichte Schmerzen kommen hinzu. In der vierten Phase ist von einem Analprolaps die Rede. Die Hämorrhoiden treten tiefer und lassen sich nicht mehr zurückschieben. Neben dem starken Juckreiz sind Blutungen die Regel. Dazu kommt ein Druckgefühl, als müsse man ständig auf die Toilette.
In jedem Stadium der äußeren Hämorrhoiden lässt sich etwas gegen sie tun. Leider gilt es ab der dritten Stufe nur noch, die Symptome zu begrenzen oder eine Operation über sich ergehen zu lassen. Innerhalb von Stufe 1 und 2 werden stattdessen ambulante Eingriffe zur Schadensbegrenzung vorgenommen.
Blutende Hämorrhoiden
Hämorrhoiden besitzt jeder Mensch, da diese den Analkanal sicher verschließen und dafür sorgen können, dass der Gang zur Toilette leichter fällt. Sind sie geschwollen, bilden sich Knoten, die innerhalb von vier Phasen unterteilt sind und zu unterschiedlich schweren Nebenwirkungen beitragen können. Ein Problem dabei ist die Blutung, die jedes Mal beim Stuhlgang auftritt. Üblicherweise wird diese zu einem Symptom ab dem dritten Stadium der Hämorrhoide.
Blutungen beim Stuhlgang können allerdings auch eine andere Ursache haben. Nicht zu vergleichen mit einer Hämorrhoide ist beispielsweise eine Fissur. Diese bezeichnet einen Riss im Analkanal, der jedes Mal durch die Dehnung bei der Stuhlentleerung erneut aufgerissen wird. Für gewöhnlich wird beim Proktologen eine Verödung vorgenommen, welche die Wunde fest verschließt. Eine erneute Fissur an derselben Stelle ist jedoch nicht auszuschließen.
Alternativ dazu gibt es auch die Fistel, die sich am Ausgang des Anus ansiedelt, aber eine ganz andere Schwierigkeit als die Fissur und die Hämorrhoide darstellt. Meistens ist sie als dunkel verfärbter Knoten zu identifizieren. Hierbei handelt es sich um eine geschwollene Vene, die sich dank medikamentöser Behandlung wieder zurückziehen kann. Häufig beobachtet wurde solch eine Fistel bei Schwangeren. Da es bei Schwangeren häufig die Problematik der Verstopfung gibt, wird die Fistel zunächst oft mit einer Hämorrhoide verwechselt. Ein Spezialist wird den Unterschied jedoch jederzeit feststellen können und eine Behandlung einleiten.
Tritt im Fall von Hämorrhoiden eine Blutung auf, ist das Blut meistens hellrot und sorgt bei den ersten Malen wahrscheinlich für einen kleinen Schock bei dem Träger. Spezialisten raten an, in diesen Situationen sehr hygienisch zu sein und eine antibakterielle Säuberung vorzunehmen. Für gewöhnlich klingt die Blutung sehr schnell ab.
