Jeder Mensch besitzt Hämorrhoiden. Denn diese sind im Körper dazu angelegt, den Analkanal zu verschließen und zum Feinverschluss genutzt werden. Wer von Hämorrhoiden in der Krankheitsform spricht, hat meistens Gefäßpolster, welche arteriovenös sind und tiefergetreten sind. In den meisten Fällen sind sie auch stark vergrößert, können für Schmerzen beim Stuhlgang sorgen und auch für Blutungen. Unterschieden wird in insgesamt vier Schwierigkeitsgraden. Innerhalb der ersten beiden Grade bewegt sich die Entwicklung noch im Normalbereich, in den letzten beiden werden operative Eingriffe notwendig.
Normalerweise hat jeder Mensch insgesamt drei Gefäßpolster, die als Hämorrhoiden bezeichnet werden. Beim Tiefertreten, dem medizinisch genannten Prolaps, führen sie zu einem Hämorrhoidal-Leiden. Typisch als Symptom ist eine Blutung, gefolgt von ständigem Druckgefühl und Juckreiz. Auch Ekzeme oder Dermatitis sind nicht auszuschließen. Im fortgeschrittenen Stadium behindern sie den Patienten beim Stuhlgang.
Die Ursache bei Hämorrhoiden sind unterschiedlicher Natur. Meistens entstehen sie durch zu langes Sitzen, eine ballaststoffarme Kost sowie die genetische Veranlagung spielt eine große Rolle. Selbst ungünstige Gewohnheiten beim Stuhlgang wie zu festes Pressen oder ähnliches können Symptome auslösen.
Die Behandlung der Hämorrhoiden ist unterschiedlich und je nach Stadium einzugrenzen. Während für Stadium 1 und 2 medikamentöse Behandlungen mit Salben und Cremes sowie Tabletten erfolgreich sein können, ist bei den Stadien 3 und 4 lediglich noch ein operativer Eingriff notwendig. Hierbei werden unterschiedliche Verfahren zur Beseitigung der ausgetretenen Hämorrhoiden angewandt. Jedoch ist nicht immer garantiert, dass die Heilung auch wirklich eintritt. In vielen Fällen kommen die bereits hervorgetretenen Hämorrhoiden wieder oder es entsteht eine Analfissur, die Blutungen beim Stuhlgang nicht ausschließen können.
Einfache Hausmittel sind Sitzbäder, die sich täglich wiederholen sowie lindernde Salben.