Chronische Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis)

Okt 6, 2011 von

Die unerkannte Gefahr

Eine chronische Sinusitis liegt immer dann vor, wenn eine akute Entzündung nicht ausheilt oder richtig kuriert wurde und mehr als zwei Monate anhält. Auch wenn die Nase und die Nebenhöhlen mehr als vier Mal im Jahr von einer Sinusitis befallen werden, spricht der Mediziner bereits von einer chronischen Sinusitis.

Doch ganz verschiedene Ursachen führen zur chronischen Nasennebenhöhlenentzündung. Dabei geht es in der Hauptsache darum, dass bei fast allen Ursachen und Erkrankungen die Nase nicht richtig, oder nicht mehr richtig mit Luft durchflutet wird. Dies ist ein wichtiger Aspekt zur Diagnose und Behandlung.
So können es beispielsweise zu große oder angeschwollene Polypen sein, welche naturgemäß die Nase verengen. Treten darin noch Geschwüre oder Schwellungen auf, so ist ebenfalls die Belüftung erschwert. In aller Regel handelt es sich um gutartige Geschwüre. Sicherheit kann natürlich nur eine spezielle Untersuchung eines Arztes verschaffen.
Eine ungerade Nasenscheidewand oder allergischer Schnupfen können ebenfalls Auslöser für eine chronische Nasennebenhöhlenentzündung werden.
Die Nasenschleimhaut kann im Falle der Verengung und gleichzeitiger Entzündung nicht mehr abfließen und ist Nährboden für viele verschiedene Keime. Doch ist die Nasenschleimhaut sehr wichtig und reinigt die Luft von kleinsten Staubteilchen und anderen störenden Partikeln. Kann sie nicht mehr abfließen, verbleibt auch der Schmutz in der Nase und führt immer wieder zu Entzündungen.

Eine nicht richtig ausgeheilte akute Sinusitis ist eine häufig zu findende Ursache und Grundlage für die chronische Sinusitis. Diese hat jedoch deutlich weniger Symptome, als die akute Form der Sinusitis und daher werden diese gerne „übersehen.“ Doch das kann fatale Folgen haben.

Ohne Beschwerden – doch betroffen

Teilweise treten sogar über eine gewisse Zeit hinweg gar keine Symptome auf, in der sich der Patient rundum gesund fühlt und keinen Anlass sieht, überhaupt einen Arzt aufzusuchen. Dennoch können Erreger in den Nebenhöhlen verweilen und bei minimalen Veränderungen des Gesundheitszustandes, der Schwellung der Polypen, oder durch einen kleinen Schnupfen zu einer weiteren und damit chronischen Sinusitis ausbrechen. Anzeichen hierfür ist die ständig laufende Nase und rasche Entzündung der Nase, der Nebenhöhlen sowie der angrenzenden anderen existierenden Hohlräume im Nasen- und Kopfbereich.
Wer also schnell verschnupft ist, wem immer wieder die Nase läuft und recht häufig Nebenhöhlenentzündungen im Nasenbereich hat, der sollte sich dringend von einem Arzt untersuchen lassen. Denn dann besteht bereits starker Verdacht auf chronische Sinusitis.

Bei Komplikationen können Erreger und Keime über die Hohlräume relativ problemlos auch in den Bereich des Gehirnes eindringen. Eine chronische Sinusitis kann also durchaus Auslöser für
Meningitis (Gehirnhautentzündung) oder Schädigungen des Gehirnes (Enzephalitis) sein und können somit zur lebensbedrohlichen Folge werden! Eine Gefahr, der nur entgegen gewirkt werden kann, wenn man sie früh genug erkennt. So kann man betroffen sein, ohne es zunächst zu merken.

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